Fehlgeburten – Tipps und Tricks für eine erneute Schwangerschaft

Schwanger nach FehlgeburtFehlgeburt nach Schwangerschaft – der wohl größte Albtraum einer jeden Frau, die bereits schwanger ist oder eine Schwangerschaft plant. Auch wenn es ein Thema ist, dass gerne verdrängt wird, sollte man sich doch ein mal intensiv damit beschäftigen, denn statistisch gesehen kommt es in Deutschland bei ca. 20 % der medizinisch bestätigten Schwangerschaften zu einer Fehlgeburt. In der Schweiz sind es rund 15%.

Wann spricht man von einer Fehlgeburt?

Von einer Fehlgeburt spricht man immer dann, wenn es vor der 24. Schwangerschaftswoche, während das Kind noch unter 500 Gramm wiegt, zu einem vorzeitigen Ende der Schwangerschaft kommt. Zu diesem Zeitpunkt ist das Kind noch nicht komplett Entwickelt und nicht überlebensfähig, ist also nicht in der Lage, selbstständig zu atmen.
Die Geburt passiert dann ungewollt oder mit Einwilligung der Mutter, wobei man hier von einem Schwangerschaftsabbruch spricht. Kommt das Kind nach der 24. Schwangerschaftswoche zur Welt und wiegt mehr als 500 Gramm, so spricht man von einer Früh- beziehungsweise Totgeburt.

Wie kommt es zu einer Fehlgeburt?

Fehlgeburten können zahlreiche Ursachen haben. Oft spielen genetische Fehlbildungen des Embryos eine große Rolle. Dann ist das ungeborene Kind ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr in der Lage, sich weiter zu entwickeln und stirbt ab. Aber auch hormonelle Störungen der Mutter, Gebärmutterhalsschwäche, Vorerkrankungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente können eine Fehlgeburt auslösen.

Oftmals ist es allerdings nicht möglich, die Ursache einer Fehlgeburt eindeutig festzustellen. Das Risiko für eine erneute Fehlgeburt liegt bei rund 15 %. Eine Fehlgeburt ist also noch lange kein Grund, den Kinderwunsch komplett aufzugeben. Ist das traumatische Erlebnis erst einmal verarbeitet, steht einer erneuten Schwangerschaft nichts mehr im Wege.

Was sind die Symptome einer Fehlgeburt?

Das wohl wichtigste Symptom für eine Fehlgeburt ist eine Blutung aus der Scheide. Egal, ob es sich nur um wenige Tropfen oder eine starke Blutung handelt, in diesem Fall sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, denn dieser Zustand kann auch für die Frau lebensbedrohlich sein.

Auch starke Schmerzen im Unterleib sind ein wichtiges Anzeichen für eine drohende Fehlgeburt.
Beim Auftreten dieser Beschwerden sollte keine Zeit verschwendet werden, denn nur ein Arzt kann die genaue Ursache abklären. Leider gibt es auch Fehlgeburten, die komplett ohne Symptome ablaufen. Hierbei stellt erst der Arzt bei einer routinemäßigen Ultraschall-Untersuchung fest, dass das Kind keine Lebenszeichen mehr aufweist.

Können Fehlgeburten verhindert werden?

Eine Garantie dafür, dass eine Fehlgeburt komplett verhindert werden kann, gibt es zwar nicht, allerdings kann man vorbeugend einige Maßnahmen treffen. So sollte die Frau zum einem Wert auf einen gesunden Lebensstil legen. Das heißt, auf Nikotin und Alkohol verzichten und sich möglichst gesund ernähren. Außerdem sollte man vorab Erkrankungen oder eventuelle körperliche Einschränkungen mit einem Arzt abklären, um das Risiko einer Fehlgeburt nach Schwangerschaft abzuklären und gegebenenfalls zu minimieren.